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Heimatwerk Grafschaft Glatz
Heimatwerk Grafschaft Glatz (ehem. Glatzer Visitatur)

Minoritenkirche Glatz

Wir stellen uns vor

> Die Visitatur Glatz

Großdechant – Generalvikar – Visitator

Mit der Bistumsgründung 973 gehörte auch das Glatzer Land zum Bistum bzw. späteren Erzbistum Prag. Dabei blieb es auch, als die Grafschaft zu Preußen kam. Durch eine staatliche Grenze von der Mutterdiözese getrennt, hatte ein erzbischöflicher Vikar in der Grafschaft die kirchliche Verwaltung inne, der 1810 von der preußischen Regierung den Titel „Großdechant“ erhielt, einmalig in der Welt.

Minoritenkirche in Glatz
Minoritenkirche in Glatz

1920 wurde das Generalvikariat Glatz geschaffen, der jeweilige Großdechant und Generalvikar war nun (als Vertreter des Prager Erzbischofs) Mitglied der deutschen Bischofskonferenz (bis 1998).

Zur Zeit der Vertreibung 1946 aus der Grafschafter Heimat war Dr. Franz Monse Großdechant. Er wusste sich auch in der Fremde als Generalvikar beauftragt und verpflichtet, die nun zerstreut im Westen lebenden heimatlosen Grafschafter zu betreuen. So suchte er sofort Kontakt zu seinen Priestern und sorgte mit ihnen für sie.

Neben der Betreuung der Heimatgemeinden war die Jugendarbeit, die einige tausend Jugendliche erreichte, ein Schwerpunkt der Seelsorgearbeit. In der „Jungen Grafschaft“ trafen sich junge Menschen, die oft in der Diaspora lebten, zu religiös-kulturellen Tagungen. Viele aus dieser Gemeinschaft sind bis heute Mitarbeiter des Visitators.

Seit 1947 finden bis heute die jährlichen Grafschafter Wallfahrten nach Werl und Telgte statt. Und Telgte wurde allmählich zu einem geistig-religiösen Mittel- punkt der Grafschafter. Mit der Jahreswallfahrt im August, zu der jeweils Tausende Gläubige kamen und kommen, ist eine Priesterkonferenz verbunden. In Telgte fanden die Bundestreffen der Jungen Grafschaft statt, hier wurde 1975 die Heimatstube mit den Glatzer Sammlungen eingerichtet, hier steht der Gedenkstein für die Glatzer Heimat.

Nach dem Tod Prälat Monses 1962 wurde Leo Christoph von der deutschen Bischofskonferenz zum Kanonischen Visitator für Priester und Gläubige aus der Grafschaft Glatz ernannt, unter Beibehaltung des Titels Großdechant. Auch seine Nachfolger Paul Sommer und Franz Jung erhielten diesen Titel.

Großdechant Franz Jung, seit 1983 Visitator, musste mit Vollendung des 75. Lebensjahres aus seinem Amt scheiden. Seine Aufgaben hat der Visitator für Breslau und Branitz, Dr. Joachim Giela, mit übernommen.

Damit die Umfangreiche Arbeit der Glatzer Visitatur erfolgreich fortgesetzt werden kann, sind zur Unterstützung und Entlastung Dr. Gielas Großdechant Franz Jung und seine ehrenamtlichen Mitarbeiter weiterhin in der kirchlichen Heimatarbeit tätig.

Dazu wurde das „Heimatwerk Grafschaft Glatz e.V.“ gegründet

Mai 2012
Peter Güttler

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