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Heimatwerk Grafschaft Glatz
Heimatwerk Grafschaft Glatz (ehem. Glatzer Visitatur)

Minoritenkirche Glatz

Aktuelles und Termine

Weihnachten 2014

Liebe Landsleute aus der Grafschaft Glatz und
ihr Verbundene, Verwandte, Freunde und Bekannte,

das Foto der 1993 auf dem Hof Hölscher in Emsbüren-Helschen neu errichteten Kapelle erinnert nicht nur an die erste Wallfahrt unserer Landsleute mit Großdechant Prälat Dr. Franz Monse und den damals rund 2000 vertriebenen Teilnehmern am 21. Juli 1946, sondern auch an die Situation in unserer Zeit.

50 Millionen Menschen sind heute auf der Flucht, um ihr Leben zu retten, einen Arbeitsplatz zu suchen oder werden wie wir vor fast 70 Jahren vertrieben. 1946 waren es etwa 15 Millionen Menschen, die mit der Heimat auch ihr Hab und Gut verloren. Unsere Welt gerät immer mehr aus den Fugen. Die vermeintlich Starken regieren die Welt und die Schwachen bleiben auf der Strecke. Das Wort „Solidarität“ sollte das Elend von Flucht und Vertreibung lindern helfen, doch bleibt es zu wenig in die Tat umgesetzt.

Wir Christen besinnen uns gerade zu Weihnachten auf die Solidarität Jesu, der mit den Flüchtenden und Vertriebenen unterwegs ist bis zum bitteren Ende am Kreuz. Ob wir uns von Jesu Solidarität anstecken lassen? Uns Christen steht das gut an und gibt jedem, dem wir in seiner Solidarität begegnen, Hoffnung und Zuversicht. Die großen Probleme der Weh können wir allein nicht lösen, aber wo jeder sich einsetzt für eine bessere Welt, da wächst die Hoffnung auf ein Leben in Frieden.

Ich habe im vergangenen Jahr so viel Solidarität und Freude erlebt bei meinem Goldenen Priesterjubiläum am Fest Peter und Paul, bei Heimattreffen und Wallfahrten, dass ich von ganzem Herzen nur „Danke“ sagen kann für alle Zeichen des Wohlwollens in Gebet, Zuspruch und finanzieller Hilfe für die Grafschafter Arbeit, die bei so einem großen Einsatz vieler Landsleute und darüber hinaus weitergeht. „Danke“ sage ich auch für alle Glück- und Segenswünsche zu meinem Geburts- und Namenstag am 3. Dezember.

Ich fand folgende Gedanken des belgischen Geistlichen Petrus Ceelen (*1943) sehr anregend:

Manche Menschen wissen nicht,
wie wichtig es ist,
dass sie einfach da sind.

Manche Menschen wissen nicht,
wie gut es tut,
sie einfach zu sehen.

Manche Menschen wissen nicht,
wie wohltuend
ihre Nähe ist.

Manche Menschen wissen nicht,
dass sie ein Geschenk
des Himmels sind.

Sie wüssten es,
würden wir es ihnen sagen!

Ich wünsche Ihnen zum Weihnachtsfest und zum Neuen Jahr die Erfahrung, dass die Liebe des menschgewordenen Gottessohnes Sie erreicht und Sie alle in das neue Jahr führt. Alle Kranken mögen meine guten Wünsche für eine baldige Genesung begleiten.

Mit freundlichen Grüßen an Sie alle, an Ihre Angehörigen, an Euch und Dich

Ihr und Euer
Franz Jung
Großdechant

Weihnachten 2014

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