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Heimatwerk Grafschaft Glatz
Heimatwerk Grafschaft Glatz (ehem. Glatzer Visitatur)

Minoritenkirche Glatz

Märtyrer der Grafschaft Glatz

Schwester M. Adela (Clara) Schramm

Ihre Wiege stand im niederschlesischen Ort Wiesau, der zum Kreis Glatz gehört, wo Clara Schramm am 03.06.1885 geboren wurde. Mit 26 Jahren entschied sie sich für die Kongregation der Schwestern von der hl. Elisabeth, wo sie am 15.01.1912 eintrat. Nach der Zeit ihres Postulates konnte sie am 29.10.1912 mit Ihrem Noviziat beginnen. Nach deren erfolgreichem Abschluss folgte am 16.08.1915 die erste Profess. Die ewige Profess legte sie am Hochfest des hl. Apostel Petrus und Paulus des Jahres 1924 ab.

Bei ihrem Versuch, im niederschlesischen Günthersdorf (Kreis Brunzlau) Flüchtlingen, die sie beschützte, weil sie nicht fliehen konnten, und mit der Familie des Landwirts, bei der sie sich nach der Evakuierung der Pfarrei versteckt hatte, beizustehen, wurde die Ordensfrau in Verteidigung ihrer Jungfräulichkeit von russischen Soldaten gewaltsam umgebracht.

Es war der 25.02.1945, als sie erschossen wurde. Diesbezüglich liegt ein Brief von Frau Elisabeth Drabner an Sr. M. Aquina Schaefer vom 22.01.1980 vor, der folgenden Wortlaut hat:

„Ich war zwar beim Einmarsch der Russischen Truppen in Günthersdorf, aber da ich damals noch jung war, versteckte ich mich gleich und kann nur über die Geschehnisse, wie ich es von anderen Leuten hörte, berichten. Zunächst zu Schwester Adele. Sie ist mit den beiden alten Frauen ins Haus von Herrn Baum gekommen, weil ja durch die Evakuierung nur wenige Einwohner im Dorf blieben. So taten sich dann die wenigen Leute in einzelnen Häusern zusammen. Da Herr Baum mit Frau den Schwestern immer wohlgesinnt war, ergab es sich so. Als ich mit Frau Kowalski das Versteck verlassen musste, erfuhren wir durch Herrn Gübel wie es weiter gekommen ist. Er hatte in diesen Tagen durch ein Fenster in dem Haus von Herrn Baum geschaut und Herrn und Frau Baum, Schwester Adela, die zwei alten Frauen sowie auch die Schwestern von Pfarrer Arnold erschossen vorgefunden. Das war Ende Februar 1945 (...)“

Archiv des Provinzhaus, Reinbek

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